Die Entstehung der Musikkapelle Baustetten

 

Als Gründer und wohl auch als eifrigster Verfechter zur Entstehung einer Blaskapelle darf der bereits im Jahre 1911 musizierende Schuhmacher und Landwirt Josef Keller genannt werden. Wohl gab es schon vorher Musiker in Baustetten, die aber im benachbarten Laupheim in der Stadtkapelle der Volksmusik dienten. Keller schloß sich der Heckhorn-Kapelle in Mietingen als Tenorhornist an. Der Gedanke, auch in Baustetten eine Musikkapelle zu gründen, ließ ihn nicht los. Schließlich gelang es ihm 1913, sechs musikbegeisterte Männer zu finden, die sich unter Anleitung von Josef Ruf, der schon bei der Stadtkapelle Laupheim mitwirkte, im Spielen von Blasinstrumenten auszubilden. Doch bevor es zum ersten Auftritt kam, beendete der Ausbruch des Ersten Weltkrieges dieses ersehnte Vorhaben. Alle sechs Männer wurden zur Verteidigung des Vaterlandes einberufen. Vier dieser Männer blieben auf dem Felde der Ehre. Damit mußte wieder von neuem begonnen werden. Wieder war es Keller, der sich um geeignete Musiker bemühte, diesmal unterstützt von dem damaligen Traubenwirt Josef Schick, der die finanziellen Anfangsschwierigkeiten überwinden half. Am 10. Januar 1920 unterzeichneten im Gasthaus zur Traube nachfolgende Männer das Gründungsprotokoll: Josef Keller, Josef Kühner, Franz Wiest, Vinzenz Laupheimer, Alois Bischof, August Fick, Paul Haid und Anton Knöpfler. Als Leiter der Kapelle stellte sich Josef Kühner zur Verfügung; er hatte während des Krieges als Tambour gedient. Ein Jahr später traut auch Georg Wiest in die Reihen der Musikerschar ein. Dirigent Kühner erkannte gar bald, daß zur Ausbildung der Musiker mehr handwerkliche Erfahrung erforderlich war, als er seinen Musikern bieten konnte, und so bemühte man sich um den damaligen Musikdriektor Franz Laub aus Laupheim zur Unterstützung. MD Laub gab nicht nur Unterricht für die Musiker, er schrieb ihnen auch gleich die meisten Musikstücke, die auf die Besetzung der Kapelle zugeschnitten waren. Wen nimmt es Wunder, daß die Kapelle gar bald beachtliche Erfolge nachweisen konnte. Zahlreiche Pokale und Urkunden waren Zeuge dieser erfolgreichen Zeit. Durch die Kriegswirren des Zweiten Weltkrieges gingen leider die meisten Erinnerungsstücke verloren. Nur noch drei Pokale und eine Urkunde schmücken das Probelokal des Musikvereins.

 

Interessantes aus den Protokolle

 

Josef Keller spielte nicht nur sein Tenorhorn, sondern führte auch nebenher ein Protokollbuch, in dem sich alles Nennenswerte nachlesen läßt. Von diesen Aufzeichnungen berichtete Keller lange Zeit nichts, bis man schließlich 1953 einen Musikverein gründete. Er stellte seine Aufzeichnungen zur Verfügung, die eine wertvolle Hilfe für diesen Bericht darstellen.

 

1920 führte die Musikkapelle eine Haussammlung zur Anschaffung von Instrumenten durch; diese Sammlung erbrachte den sagenhaften Betrag von 1058 Mark ein. Dagegen brachte eine später durchgeführte Getreidesammlung zur Anschaffung einer großen Trommel nur 235 Pfund Weizen oder Dinkel. Zu der Zeit kostete eine Trommel 60 000 Mark. Nun war man sich über die Anschaffung der Trommel nicht schlüssig; als aber ein paar Tage verstrichen waren, blieb aus dem Erlös des Weizens aus der Anschaffung noch etwas übrig.

 

Ein großes Friedensfest wurde nach der Heimkehr des letzten Kriegsgefangenen durch die damaligen Kunkelstuben gefeiert; natürlich war auch die Musikkapelle mit von der Partie. Einige Kälber wurden geschlachtet und alle Kriegsteilnehmer konnten sich kostenlos vollessen und -trinken. Der Verkauf der Kalbshäute erbrachte mehr Geld als zur Kostendeckung notwendig war, und die Musikkapelle bekam ihr erstes Honorar.

 

Alljährlich wurde auch im Roter Holz im Gemeindewald der Gemeinde Baustetten ein Waldfest durchgeführt, das sich eines sehr großen Zustroms erfreute. Schon damals war die heutige Traumsumme von 1500 Litern Bierverkauf keine Seltenheit, und das ohne Tische und Bänke aufzustellen; die Gäste kamen mit einem Teppich, auf dem sie lagerten und ihr Maß Bier neben sich stehen hatten, Von diesen Waldfesten wird auch berichtet, daß jeweils mehrere Maßkrüge auf den Köpfen von allzu streitsüchtigen Rivalen in die Brüche gingen.

 

Um beim Bier zu bleiben, berichtet der Chronist auch von der Untugend der Musikkapelle. Der Gewinn aus den Veranstaltungen wurde meistens in den kommenden Musikproben wieder in köstliches Naß umgewandelt, was sich sehr nachteilig auf die Entwicklung der Musikkapelle auswirkte. Die Spendenfreudigkeit der Bevölkerung erlahmte, und der Nachwuchs war nur sehr spärlich für die musische Tätigkeit zu gewinnen.

 

Die Musikkapelle feiert ihr 30jähriges Bestehen

 

Die Arbeit der Musikkapelle wurde durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges kaum unterbrochen. Die aktiven Musiker hatten meist schon im Ersten Weltkrieg gedient und wurden damit nicht zur Wehrmacht eingezogen, wie wurden meist dienstverpflichtet. Sie standen damit immer noch für die wenigen Aufgaben zur Verfügung, die meistens darin bestanden, den Gefallenen des Zweiten Weltkrieges die letzte Ehre zu erweisen.

 

Schon wenige Wochen nach Kriegsende begannen die Musiker wieder mit geregelten Proben. Wenn auch das Häuflein zu Beginn nur aus sechs Mann bestand, so fand sich nach und nach doch wieder der eine oder andere ein, um die Musikkapelle wieder zu einem brauchbaren Klangkörper zu entwickeln. Eine sehr erfreuliche Aufgabe war der Kapelle als Tanzkapelle bei Hochzeiten, die in den 50er Jahren sehr zahlreich abgehalten wurden, gestellt. Schließlich wuchs die Kapelle auf 15 Musiker an. Damit entschloß sich die Kapelle, ihr 30jähriges Bestehen in größerem Rahmen zu begehen. Ein herrlicher Sommersonntag begleitete diese Feier, die unter freiem Himmel abgehalten wurde. Zehn Musikkapellen und zwei Gesangvereine aus der näheren Umgebung hatten sich eingefunden, um dieses Fest gemeinsam zu feiern. Mit klingendem Spiel marschierten die Gastkapellen zum Festplatz, auf dem eine Bühne aufgestellt wurde; dort bestritten sie in einem jeweils halbstündigen Programm das Nachmittagskonzert. von den acht Gründungsmitgliedern konnten aus der Hand des Bezirksvorsitzenden Albrecht Maier immerhin noch sechs die Goldene Ehrennadel in Empfang nehmen.

1960 - 40 Jahre Musikkapelle Baustetten

 

Nach 32 Jahren Dirigententätigkeit schied der verdiente Förderer der Blasmusik, Josef Kühner, aus der Kapelle aus. Für ihn nahm Karl Locherer aus Laupheim den Dirigentenstab in die Hand. Ihm verdankt Baustetten die Gründung eines Musikvereins. Er war es auch, der sich um geeigneten Nachwuchs bemühte. Seine Proben wurden im militärisch-exakten Rhythmus abgehalten. Es entwickelte sich aber auch ein sehr reges musikalisches Leben in Baustetten. Viele Doppelkonzerte, Waldfeste und Faschingsveranstaltungen wurden durchgeführt. Leider mußte Locherer schon 1955 aus gesundheitlichen Gründen sein Amt wieder zur Verfügung stellen. Zunächst konnte Albrecht Maier, der Leiter der Stadtkapelle Laupheim, für die Probenarbeit gewonnen werden, doch war die Stelle schon nach einem halben Jahr wieder verwaist. Maier verzog nach Mengen. Die Vereinsleitung war nun bestrebt, aus den eigenen Reihen einen Dirigenten heranzubilden. Dies gelang auch in dem aktiven Musiker Ulrich Sontheimer. Unter seiner Stabführung wurde die Kapelle sehr bald verjüngt, die Nachwuchssorgen konnten dank einer intensiven Jugendarbeit weitgehend behoben werden. Seine Arbeit richtete sich zunächst ganz auf die Durchführung des 40jährigen Bestehens aus. Der Einladung aus diesem Anlaß folgten 17 Musikkapellen, die in einem 1200 Personen fassenden Zelt sicheren Unterschlupf gefunden hatten. Dieser war nun auch wirklich notwendig , denn ein Dauerregen, der am frühen Morgen begann, ließ erst am späten Abend wieder nach. Josef Keller prophezeite schon am frühen Morgen: „Wenn’s des Bier älles heit ranget, was mir en dr Musik gsoffa Hand, no rangets da ganza Dag“. Den Auftakt zu diesem Fest bildete ein musikalischer Festabend, der heute noch vielen in angenehmer Erinnerung angesichts des musikalischen Niveaus der mitwirkenden Musikkapellen, Stadtkapelle Laupheim, der Patenkapelle Mietingen, der Festkapelle Baustetten und des „Liederkranzes“ Baustetten bleibt. Und nach 40 Jahren waren immerhin noch vier Gründungsmitglieder aktiv in den Reihen des Musikvereins tätig, die für dieses 40jährige musikalische Schaffen mit der Bundes-Ehrenurkunde ausgezeichnet werden konnten. Josef Keller, Anton Knöpfler, Franz Wiest und Georg Wiest waren die strahlenden Empfänger dieser heute noch sehr seltenen Ehrung. Weiter wurden geehrt für 35 Jahre aktives Musizieren: Josef Wiest, Ehrendirigent Josef Kühner und Vinzenz Laupheimer, der noch bei der Stadtkapelle Laupheim mitwirkte.

 

1953 - Gründung eines Musikvereins

 

Auf das energische Betreiben des damaligen Dirigenten Karl Locherer aus Laupheim wurde die Gründung eines Musikvereins ins Auge gefaßt. Schmiedemeister Lorenz Magg wurde mit den Vorarbeiten beauftragt, der schließlich auf den 8. November 1953 die Gründungsversammlung einberufen konnte. 111 Einwohner unterzeichneten ihre Bereitschaft zur Gründung eines Vereins, womit gleichzeitig die Geburtsstunde des Musikvereins geschlagen hatte. Ohne diesen Verein wäre wohl heute die viele Arbeit, die sich zu einem rührigen Vereinsleben zwangsläufig einstellt, kaum mehr zu bewältigen.

Der Wunsch nach einem Probelokal

 

Zu ihren Gründungszeiten bis 1951 hatte die Musikkapelle als Proberaum nur eine Stube zur Verfügung. Im Wohnzimmer des Musikers Josef Wiest fanden gerade noch acht Musiker Platz. Die Trompeten gruppierten sich um den kleinen Tisch, Baß, Posaune saßen auf dem Sofa, und wollte die Frau des Besitzers auch in die Stube, mußte sie sich schon hinter den Ofen verkriechen. Dazu war der Raum noch so nieder, daß der Baß, wenn er am Tisch saß, beinahe mit dem Schallbecher an der Decke anstieß. Wie die Besitzer und die Musiker diesen Umstand über 30 Jahre aushalten konnten, dürfte ein Rätsel bleiben. Nachdem die Kapelle auf 15 Mann angewachsen war, gab es einfach keinen Platz mehr in der Stube. Schon damals bemühte man sich um ein eigenes Probelokal, doch fehlten die nötigen Gelder für dieses Vorhaben. Zunächst standen die Schulräume noch für einige Zeit zur Verfügung, bald machte aber das Gesundheitsamt einen Strich durch die Rechnung, und so blieben nur noch die Wirtshaussäle übrig. Dirigent Sontheimer bemühte sich immer wieder um einen geeigneten Raum, bis sich die Sparda bereit erklärte, ihren Kohlenschuppen aufstocken zu lassen, auf dem dann der damalige Proberaum von 6 x 14 m in Gemeinschaftsarbeit zwischen dem Musikverein und dem Gesangverein erstellt wurde. Rund 1000 freiwillige Arbeitsstunden wurden an diesem Bau geleistet.

 

Die 60er Jahre

 

Nachdem sich Dirigent Sontheimer einen jungen Stamm von treuen Musikkameraden herangebildet hatte, bemühte er sich mit seiner Kapelle, auch über die Grenzen des Dorfes hinaus aufzutreten. Dazu darf die alljährliche Mitwirkung der Musikkapelle beim Heimatfest in Laupheim nicht unerwähnt bleiben. Zahlreiche Musikfeste in der näheren und weiteren Umgebung wurden besucht; diese brachten die Kapelle zunächst in der Unterstufe beachtliche Erfolgen. Seit Ende der 60er Jahre ist die Musikkapelle Baustetten in den Wertungsspielen in der Mittelstufe zu finden. Umsomehr schmerzte die Kapelle der vage Besuch bei den alljährlich abgehaltenen Konzerte; schließlich wurden diese Konzerte ganz fallen gelassen. Umsomehr widmete sich der Dirigent mit seiner Kapelle mehr der Unterhaltungsmusik, mit der das heimische Publikum besser anzusprechen war. Man ging dazu über, die Faschingsveranstaltung in größerem Rahmen durchzuführen.

 

50 Jahre Volksmusik in Baustetten

 

Das reiche musikalische Schaffen in den 50 Jahren des Bestehens der Musikkapelle bewog die Vereinsleitung mit Zustimmung der Gemeindeverwaltung, sich für das Kreismusikfest 1971 zu bewerben. Mit drei Böllerschüssen konnte das Kreismusikfest pünktlich eröffnet werden. Ernst Mosch mit seinen „Original Egerländer-Musikanten“ gestalteten den Eröffnungsabend in dem fast bis auf den letzten Platz gefüllten Zelt. Es war für jeden Zuhörer ein Genuß, eine solche Spitzenkapelle original zu sehen und zu hören. Der Stehumtrunk, der Anlaß gab, die Ehrengäste zu empfangen und etwas näher kennen zu lernen, fand vor der Feierstunde in der neuen Schule statt. Mit Worten, die der Musik gewidmet waren, eröffnete Vorsitzender Manfred Rodi offiziell das Kreismusikfest. Schirmherr Bürgermeister Ulrich Rolser umriß in seinem Vortrag die verflossenen 50 Jahre der Musikkapelle. Der gemischte Chor unter Leitung von Peter Feifel sowie die Musikkapelle unter Leitung von Ulrich Sontheimer umrahmten die Feierstunde.

 

Kreisvorsitzender Schad aus Ellwangen leitete nach passenden Gruß- und Gratulationsworten über zu den Ehrungen. Anton Knöpfler und Georg Wiest erhielten für 50jährige aktive Mitwirkung den Bundesehrenbrief. Für 20jährige aktive Mitgliedschaft erhielten Engelbert Kühner, August Wiest, August Rodi und Rudolf Wiest die silberne Ehrennadel. Für 10jährige aktive Mitwirkung konnten Oswald Fick und Josef Fick mit der bronzenen Ehrennadel ausgezeichnet werden.

Im Anschluß an die Feierstunde fand im Festzelt ein Heimatabend statt, an dem außer dem Gemischten Chor und Kinderchor des Liederkranzes Baustetten das Akkordeonorchester unter Leitung von Nikolaus Glaser und die Musikkapelle Baustetten mitwirkte. Absoluter Höhepunkt des Abends war das Brillanthochfeuerwerk, das am Fuße des „Linken Bergs“ gezündet wurde. Bei der anschließenden Unterhaltungsmusik wirkte nicht nur die Musikkapelle Mietingen unter Leitung von Alfred Hayd mit, sondern auch die Kreisvorstandschaft engagierte sich, indem Kreisvorsitzender Schad die Trompete blies, Baron von Süßkind die kleine Trommel zum „Zittern“ brachte und Kreisdirigent Högerle den Taktstock schwang.

Dieser einmalige Auftritt riß die Festbesucher zu Beifallsstürmen hin.

 

In Abwandlung der herkömmlichen Marschmusik zur Tagwache begab sich die Musikkapelle am Sonntagmorgen bei strahlend blauem Himmel zum Turmblasen auf den Malzturm der Firma Ludwig Zimmermann. Vor dem Festgottesdiest, der vom Kirchenchor und der Musikkapelle feierlich umrahmt wurde, gedachte die Festgemeinde der verstorbenen Vereinsmitglieder am Ehrenmal. Pünktlich ab 8.30 Uhr stellten sich 11 Musikkapellen in der Marschmusik dem Wertungsgericht. Ein fachkundiges Publikum nahm das von der Stadtkapelle Laupheim unter Leitung von Musikdirektor Karl Braiger vorgetragene Gala-Konzert mit viel Beifall auf.

 

Vollbeschäftigt waren die Parkplatzeinweiser und Festabzeichenverkäufer, als der Nachmittagsbesucherstrom einsetzte. Ca. 1200 Musiker spielten den von Kreisdirigent Högerle dirigierten Gesamtchor ab, der akustisch sowie optisch großartig war.

 

Ein farbenprächtiger Festzug mit insgesamt 36 Musikkapellen, 16 mit Pferden bespannten Wagen und mehreren sonstigen Gruppen bewegte sich durch das Gitzenhofen - Hinterdorf - Hauptstraße, vorbei an der Ehrentribüne im Hof von Josef Aberle zum Festplatz gegenüber der neuen Schule. Trotz der großen Hitze war das 3200 Personen fassende Zelt bis auf den letzten Platz gefüllt, so daß die Wurst- und Geträneverkaufsstellen wunschgemäß überbelastet waren. Im Anschluß an das Nachmittagskonzert der Gastkapellen gab Kreisvorsitzender Schad gegen 17.30 Uhr die Wertungseergebnisse bekannt und dankte dem Veranstalter für den reibungslosen Ablauf des Festes. Den Ausklang am Abend bestritt die Kapelle „Edelweiß“ aus Ennahofen mit flotter Tanz- und Stimmungsmusik.

Diese bisher größte Veranstaltung in der Geschichte der Musikkapelle und des Vereins wurde in einem Farbtonfilm, gedreht von Herrn Jirasek aus Laupheim, festgehalten.

 

 

Die erfolgreichen 70er Jahre

 

Die Kasse, vom Kreismusikfest gestärkt, machte es möglich, den Anteil des Gesangvereins Liederkranz am 1959 erbauten Probelokal abzulösen. Daß sich die Musikkapelle in diesem Proberaum wohlfühlte, zeigte der stetige musikalische Aufwärtstrend. Beim Wertungsspiel anläßlich des Kreismusikfestes in Schönebürg im Jahr 1972 wurde in der Mittelstufe ein I. Rang mit 115 Punkten erreicht, eine bis dahin noch nie erreichte Punktzahl. Auch wurde im Jahr 1972 das erste Baustetter Weinfest abgehalten. Daß die Musikkapelle mit ihrem zielbewußten Dirigenten Ulrich Sontheimer auch außer Ort gut ankam, wurde von den vielen Besuchers eines Standkonzertes in Riezlern am Muttertag 1974 bestätigt. Dies war ein Erlebnis für jeden Musiker, das nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird. Diese musikalische Steigerung war jedoch nur durch intensive Probenarbeit und gute Kameradschaft möglich. So wurde im Jahre 1974 erstmals ein Probenbesuch von durchschnittlich über 90 Prozent erreicht, was als sehr gut zu bezeichnen war, zwischenzeitlich jedoch höchst selten unterschritten wird.

 

Für die Musiker wie Vorstandschaft unfaßbar war der Rücktritt des Dirigenten Ulrich Sontheimer im April 1975, hatte er doch in den letzten Jahren musikalisch gute Erfolge zu verzeichnen. Für seine vorbildliche Arbeit in den 18 Jahren seines Wirkens sowie dem unermüdlichen Einsatz am Bau des Probelokal und in der Vereinsarbeit wurde ihm die Bundesfördermedaille in Gold überreicht. Nachdem der aktive Musiker Nikolaus Glaser, der zugleich Leiter des Akkordeonorchesters war, für die Leitung der Musikkapelle gewonnen werden, diese Stelle aber erst später antreten konnte, übernahm Josef Ruf, Dirigent der Musikkapelle Bußmannshausen, aushilfsweise die Leitung der Baustetter Musikkapelle. Daß auch beim neuen Dirigenten die Jugendausbildung nicht vernachlässigt wurde, zeigte die Ausbildung von 20 Jugendlichen im Jahre 1976. Die Ausbilder Josef Rodi, Hubert Laupheimer und Roland Keller verstand es, die Jungen und Mädchen so auszubilden, daß sie bei dem Konzert, das im Jahre 1977 nach 10jähriger Unterbrechung veranstaltet wurde, ihren ersten Auftritt verzeichnen konnten. Das 25jährige Vereinsjubiläum war Anlaß zu einem Gemeinschaftskonzert mit dem Gesangverein „Liederkranz Baustetten“ unter Leitung von Peter Feifel. Daß sich Blasmusik und Gesang bestens ergänzen, zeigten mehrere gemeinsam aufgeführte Stücke wie der „Gefangenenchor“. Musikalisch ein absoluter Höhepunkte war im Jahr 1979 zu verzeichnen. Die Musikkapelle beteiligte sich beim Wertungsspiel in Hüttisheim mit dem Selbstwahlstück „Rotensia“ und erreichte einen ersten Rang mit Auszeichnung. Dieser Erfolg, erspielt mit der zahlenmäßig schwächsten teilnehmenden Musikkapelle, 24 Musiker, war erstmals in der Vereinsgeschichte zu verzeichnen. Durch den Einbau der Jungmusiker in die Musikkapelle im zweiten Halbjahr 1979 ist es unumgänglich, in allernächster Zeit ein neues, den heutigen Anforderungen entsprechendes Probeheim zu erstellen. Die Verantwortlichen sich darüber im Klaren, daß dieses Projekt nur mit einem sehr hohen freiwilligen Eigeneinsatz verwirklicht werden kann, wobei die Finanzierung noch das größere Problem darstellt. Die kostenlose Fertigung der Planunterlagen hat das Architekturbüro Karl Schick bereits zugesagt, wofür an dieser Stelle ein Dankeswort auszusprechen ist.

 

 

1980 - 60jähriges Bestehen der Musikkapelle

 

Zum 60jährigen Bestehen der Musikkapelle fand ein Musikertreffen mit 10 Musikkapellen statt. Der Musikverein hat in umfangreichen Vorarbeiten die Voraussetzung geschaffen um diesem musikalischen Ereignis einen festlichen Rahmen zu geben. Auftakt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten war am Himmelfahrtstag ein Frühschoppenkonzert gefolgt von einem Unterhaltsungsnachmittag. Zum Ausklang des Vatertages war Tanz mit Hammellauf angesagt. Am nächsten Tag war der Empfang der Ehrengäste im Foyer der Schule. Im Anschluß daran fand der Jubiläumgsfestabend im Festzelt statt, an dem außer der Musikkapelle unter Leitung von Nikolaus Glaser der Gesangverein „Liederkranz“ unter Leitung von Josef Schäffold sowie das Akkordeonorchester unter Leitung von Franz Scheffold mitwirkten. Nachdem Vereinsvorsitzender Manfred Rodi einen geschichtlichen Rückblick über die vergangenen sechs Jahrzehnte gegeben hatt, wandte sich Bürgermeister Otmar Schick an die Festgäste. Er bedankte sich bei den Gründungsmitgliedern der Musikkapelle für ihren respektvollen Einsatz, Opferbereitschaft und Hingabe, dankte Dirigent Nikolaus Glaser - „mit ihm steht und fällt der Leistungsstand einer Kapelle“ - und auch dem rührigen Vorsitzenden Manfred Rodi. Mit Lob und Anerkennung sparte auch nicht der Vorsitzende des Blasmusik-Kreisverbandes Schad, der sich noch gerne an das glanzvolle 50jährige Jubiläum erinnerte. Er bescheinigte den Baustetter Musikanten ständiges Bemühen, den Leistungsstand zu erhöhen. Innerhalb des Kreisverbandes sei der Raum Laupheim eine gute Pflegestätte der Volksmusik und die Musikkapelle Baustetten mit ein sicherer Garant dafür, daß dies auch in Zukunft so bleiben werde. Auf Verbandsebene konnte Franz Schad anschließend mehrere Aktive auszeichnen: Roland Keller und Eugen Laupheimer erhielten die Ehrennadel in Bronze für zehnjährige Aktivität. Die Ehrennadel in Gold mitsamt Urkunde für 30 Jahre musizieren überreichte er an August Wiest und August Rodi. Für 40jährige Zugehörigkeit die Ehrennadel in Gold mit Urkunde bekam Anton Keller angeheftet. Mit der Ehrennadel in Gold sowie mit der silbernen Fördermedaille wurde Engelbert Kühner ausgezeichnet. Die goldene Fördermedaille des Blasmusikverbandes wurde an Manfred Rodi verliehen. Dieser Ehrung schloß sich die Auszeichnung mehrer Aktiver auf Vereinsebene durch den stellvertretenden Vorsitzenden Erwin Botzenhard an. Gleichzeitig überreichte er den Gründungsmitgliedern Georg Wiest und Alois Bischof die Vereinsmedaille in Gold. Nach dem Jubiläumsfestabend spielte die Musikkapelle Rißtissen unter der Leitung von Ulrich Sontheimer zur Unterhaltung auf.

 

Die Tanzlustigen kamen am Samstag beim Großen Tanz- und Stimmungsabend voll auf Ihre Kosten.

 

Am Hauptfesttag, der mit Böllerschüssen und dem Tagwachspielen der Musikkapelle eröffnet wurde. Im Festzelt zelebriete Pfarrer Spohn aus Anlaß des 60jährigen Jubiläums den Gottesdienst. Anschließend wurde zum Frühschoppen aufgespielt. Stolz war der Musikverein auf die große Beteiligung am Sternmarsch, an dem sich 10 Musikkapellen aus der näheren und weiteren Umgebung beteiligten. Die Gastvereine setzten sich von der Gerberstraße, Häldelesberg und Hungerberg Ziel Festplatz in Bewegung, wo sie anschließend ein abwechslungsreiches Programm boten. Den krönenden Abschluß bildete am Sonntag ein Großer Bunter Abend. Er war anspruchsvoll und abwechslungsreich. Es hatte der aus Funk und Fernsehen bekannte Walter Schultheiß die Ansage übernommen. Ferner wirkten an diesem Abend das alpenländische Folklore-Gesangsduo Schweiger, das im ganzen Oberland bekannte Rißtaler Alphornduo, die Dürmentinger Schalmaienkapelle sowie eine Tanzgruppe aus Laupheim mit. Die musikalische Umrahmung übernahm die Musikkapelle Baustetten, die im Anschluß an das Programm zur Unterhaltung und zum Ausklang aufspielte.

 

 

Die 80er Jahre

 

Nach 8jähriger Dirigententätigkeit von Nikolaus Glaser übernahm Josef Rodi 1983 die musikalische Leitung der Musikkapelle. Unter seiner Leitung fand 1985 auch wieder ein Konzert nach einigen Jahren Pause statt.

 

Der musikalische Höhepunkt 1986 war die Teilnahme am Wertungsspiel beim Kreismusikfest in Rot an der Rot. Der Musikverein „Harmonie“ Baustetten erspielte sich in der Mittelstufe einen I. Rang mit Auszeichnung.

 

1987 wurde eine größere Anzahl von Jugendlichen in die aktive Kapelle übernommen. Sie konnten verschiedene Lücken schließen, wie sich beim Frühjahrskonzert zeigte. In diesem Jahr wurde auch zum Erstenmal das Schlachtfest im Musikerheim durchgeführt. Diese Veranstaltung ist zwischenzeitlich ein fester Bestandteil im Ablauf eines jeden Vereinsjahres.

 

1988 legte Manfred Rodi nach 18 erfolgreichen Jahren, die er mit Sorgfalt und Nachdruck geleitet hat, sein Amt als 1. Vorsitzender nieder. Thomas Keller löste ihn bei der 34. ordentlichen Jahreshauptversammlung ab. Manfred Rodi blieb dem Verein als Schriftführer und Ehrenvorstand erhalten.

 

 

Das Probelokal platzt aus allen Nähten

 

Nachdem sich die Raiffeisenbank mit dem Bau eines neuen Bankgebäudes befaßte und aufgrunddessen der sogenannte Kohleschuppen, über dem sich

das Probelokal befand, frei wurde, entschloß sich die Vorstandschaft des Musikvereins, diesen Lagerraum umzubauen und in das Probelokal mit einzubeziehen. Zwischenzeitlich hatten auch Mädchen Interesse, beim Musikverein ein Blasinstrument zu erlernen und so mußten im sanitären Bereich neue Räumlichkeiten geschaffen werden. Doch nach reichlicher Überlegung stellte sich heraus, daß der bisherige Standort für ein neues Probelokal wohl nicht in Frage käme. Ein Anbau an die Schule wurde von seiten der Stadt Laupheim nicht befürwortet, also blieb nur die eine Möglichkeit, ein Musikerheim in dem neu ausgewiesenen Freizeitbereich an der Laupheimer Straße zu erstellen. Doch dies war natürlich einiges teurer als die ursprünglich geplante Alternative. Eine gewisse finanzielle Unterstützung der Stadt Laupheim wurde zwar in Aussicht gestellt, als Startkapital mußten jedoch die Mittel im Haushalt, die für einen Anbeu eines Geräteschuppens an die Schule, eingeplant waren (DM 15.000,00) zufriedenstellend sein. Nun hieß es sparen, sparen, sparen, denn die Materialkosten wurden von Architekt Karl Schick, der den Plan kostenlos fertigte, auf DM 100.000,00 und die gesamten Baukosten auf DM 250.000,00 veranschlagt. Bagger und Raupe fuhren am xxx November 1981 auf und der erste Spatenstich zum Bau des Musikerheimes, das auf städtischem Grund und Boden steht, war getan. Der Standort hatte einen wässrigen Untergrund und so mußten nicht gerade kleine Fundamente erstellt werden, um dem Gebäude einen guten Halt zu geben. Durch den Arbeitseinsatz vieler freiwilliger Helfer ist es gelungen, den Rohbau in verhältnismäßig kurzer Zeit auf Stockhöhe zu bringen, so daß am 25. Juni 1982 Richtfest im neuen Gebäude gefeiert werden konnte. Die Vereinskasse mußte sich nun erholen und so war es verständlich, daß der Baufortschritt nicht allzuschnell vorangetrieben werden konnte. Es mußten sonstige Quellen gefunden werden, um die Kasse wieder aufzufrischen, so wurde die Dürnach und Saubach gemäht und ein Fahrradabstellplatz für die Schule errichtet. Doch allzulange konnte der Innenausbau nicht hinausgeschoben werden, platzte das alte Probelokal „Pfiz“ zwischenzeitlich aus allen Nähten. Im Frühjahr 1983 wurden die Fenster eingebaut. Für die Heizung wurde ein Brunnen in 14 m Tiefe gebohrt. Die Elektriker, Heizungsbauer, Fliesenleger, Schreiner und Gipser sorgten durch ihr engagiertes Arbeiten dafür, daß der Bau inoffiziell am 1. Dezember 1984 seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Auch die restlichen Arbeiten wie Außenputz und Außenanlagen konnten termingemäß durchgeführt werden, so daß am 4. Mai 1985, anläßlich eines Zeltfestes an einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vorgestellt werden konnte. 7.086 Stunden Eigenleistung und DM 243.711,00 waren letztendlich erforderlich, um dieses Musikerheim zu schaffen, das Generationen die Möglichkeit geben soll, das Kulturgut „Volksmusik“ in Baustetten zu fördern und zu pflegen.

 

 

1990 - 70 Jahre Musikkapelle Baustetten

 

Zum 70jährigen Bestehen der Baustetter Musikkapelle fand ein Zeltfest von Christi Himmelfahrt bis Sonntag statt. An allen vier Tagen wurde reger Besuch verzeichnet. Zum Auftakt und Faßanstich gab es ein deftiges Frühschoppenkonzert. Der Nachmittag war den Freunden der Volksmusik gewidmet. Abends kamen die Tanzfreudigen voll auf Ihre Kosten. Am zweiten Tag es ereignisreichen Festes wirkten beim Festabend der Musikverein „Harmonie“ Baustetten mit Dirigent Josef Rodi, der Gesangverein „Liederkranz“ mit Dirigent Josef Schäffold und der katholische Kirchenchor unter der Leitung von August Dilger mit. Langjährige Mitglieder der Musikkapelle wurden dabei geehrt. So erhielt Ulrich Sontheimer die Bronze-Vereinsmedaille und die Vereinsnadel vom Blasmusikverband Baden-Württemberg für seine 10jährige Mitgliedschaft im Musikverein. Weiterhin wurde Engelbert Kühner für 40 Jahr Mitgliedschaft geehrt. Ihm wurde die goldene Nadel und eine Urkunde vom Blasmusikverband Baden-Württemberg, sowie ein Zinnkrug vom Musikverein überreicht. Außerdem erhielten die Gründungsmitglieder Alois Bischof und Georg Wiest einen reichlich bestückten Geschenkkorb zum Dank ihrer Tätigkeit im Jahre 1920/21. Im Anschluß an das offizielle Programm zeigte die Rock’n Roll Gruppe Laupheim ihr tänzerisches Können. Zum Ausklang präsentierten sich die Strasser Rothtalmusikanten.

 

Am Samstag war wieder Tanzabend angesagt. Der letzte Tag des Jubiläumszeltfestes war wieder mit Blasmusik angereichert. Nach dem Festgottesdienst im Zelt, gab es ein musikalisch einwandfreies Frühschoppenkonzert. Am Nachmittag marschierten sechs Musikkapellen in einem Festzug von der Hauptstraße über die Neidhardtstraße zum Festzelt. Nach dem Einmarsch folgte ein Unterhaltungskonzert der Kapellen die am Umzug teilgenommen hatten. Am Abend war der Höhepunkt des Zeltfestes: Wunschkonzert mit Solistenparade. Hierfür wurden Wunschtitel vorbereitet, aus denen mit Hilfe eines Wunschzettels die Lieblingstitel ausgewählt werden konnten. Die Anteilnahme war so rege, daß alle Titel vorgetragen wurden. Dieser bunte Musikreigen mit seinen zahlreichen Soli, die einwandfrei und bravourös dargebracht wurden, erfreute das Publikum so sehr, daß die Musikanten mehrere Zugaben spielen mußten.

 

 

1990 - 1995

 

Beim Osterkonzert im Jubiläumsjahr bestritt die gemeinsame Jugendkapelle Baustetten/Laupheim ihren ersten Auftritt. Die Jugendlichen haben ihn mit Bravour gemeistert. Als herausragendes Ereignis konnte man 1991 die Durchführung des 24. Kreisjugendmusiktages bezeichnen. So beteiligten sich über 750 Jugendlichen aus 34 Musikverein an diesem Jugendkritikspiel. Es war die zweithöchste Beteiligung seit der Kreisjugendmusiktag durchgeführt wird. Für die Durchführung und Organisation dieses Kreisjugendmusiktages bedankte sich Kreisvorsitzender Schust ganz herzliche bei den Verantwortlichen des Musikvereines Baustetten.

 

Nach dreijährigen Amtszeit hatte Thomas Keller seine Posten zur Disposition gestellt. Da aber in der Jahreshauptversammlung kein Nachfolger gefunden werden konnte, erklärte er sich bereit, das Amt kommissarisch bis zum September 1991 weiterzuführen. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde Georg Beck einstimmig zum Nachfolger des scheidenden Thomas Keller gewählt. Den Stellvertreter-Posten übernahm Anton Hettich.

 

Schon seit längerer Zeit hatte sich der Musikverein mit dem Gedanken getragen den Festplatz ein Stück zu befestigen, vor allem im Bereich Küche, Theke und Bar, um den Hygienenansprüchen besser gerecht zu werden. Mit ca. 200 Arbeitsstunden und ca. 60 Maschinenstunden ist das Vorhaben innerhalb einer Woche realisiert worden, rechtzeitig zum Zeltfest 1992. Dies war nur möglich, weil fast alle Musiker mitgeholfen, die Firmen und die Stadt Laupheim den Musikverein unterstützt haben. Der Musikverein Baustetten nahm auch im Auftrag der Stadt Laupheim am Brunnenfest in Neustadt/Orla teil. Die musikalischen Darbietungen kamen beim Publikum gut an, und man hatte auch ein kleiner Einblick in die Probleme vom Osten Deutschlands.

 

Zu den regelmäßigen Veranstaltungen eines jeden Vereinsjahres zählen das Zeltfest und das Herbstkonzert. Auch die Kameradschaft kam nie zu kurz, denn es gibt jährlich den Kameradschaftsabend und ein Ausflug.

 

Der Musikverein zählt im Jubiläumsjahr 46 aktive, 15 Jugendliche in der Jugendkapelle, 8 Jugendliche stehen in Ausbildung, 20 Schüler besuchen die musikalische Früherziehung, 206 passiven Mitglieder und zwei Ehrenmitglieder.

 

Das 75jährige Bestehen der Musikkapelle gab der Vereinsleitung Anlaß dazu, dieses Jubiläum in Verbindung eines Musikertreffens mit Fahnenweihe zu begehen. Die Beteiligung von 20 Musikkapellen läßt hoffen, daß sich dieses Fest in die Reihen der Jubiläumsfeste erfolgreich einreiht.

 

Die Jugendkapelle hat am 1./2. April 1995 beim diesjährigen Kreisjugendmusiktag in Mittelbiberach unter der Leitung von Jolanta Scheliga in der Stufe leicht mit sehrgutem-gutem Erfolg teilgenommen.

 

Ebenso hat auch ein Trompetentrio in der Stufe sehr leicht mitgewirkt. Sie erreichten unter der Leitung von Marec Scheliga ebenfalls die Note sehrgut-gut.

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